(Oktober 2004, Update und erklärende Worte durch das Element 2008)
Ein Gastbeitrag über überhaupt Alles
Das Subversive Element möch mehr oder weniger jungen Gastautoren die Gelegenheit geben, auf seiner Site einen Gastbeitrag zu veröffentlichen. Es bittet die werten Leser die Theatralik zu entschuldigen und verweist auch auf e-stangl.at
Alles mit Allem verbinden
... ist erstens nicht wirklich gutes Deutsch, abgesehen davon, dass ich mir nicht sicher bin, ob die Groß- und Kleinschreibung nach der neuen Rechtschreibreform überhaupt so passt.
Ich möchte kein Feedback und keine Verbesserungsvorschläge dazu (wie generell nicht zu diesen Seiten), mir wird schon noch etwas einfallen.
Seit ich denken und fühlen kann, empfinde ich diese Überschrift als mein persönliches Motto. Als Kind habe ich Bilder gemalt, in denen "alles mit allem" verbunden war. Ich hatte diffuse Träume und Phantasievorstellungen einer parallelen Welt, in der alle Wesen miteinander in Frieden lebten.
Meine Spielzeugwelten waren "systemische Aufstellungen" von miteinander ständig interagierenden Wesen (was "systemische Aufstellungen sind, weiß ich jetzt eigentlich nicht so genau - aber ich habe das jetzt so oft in der Selbstpräsentation irgendwelcher Coaches gelesen und finde, dass es passen müsste).
Verbinden möchte ich immer noch alles:
Technik und Menschen (schon fast wieder zu plakativ und zu wenig subversiv - aber lassen wir es so stehen.
Menschen miteinander - wenn es nicht so ein Mega-Trend wäre, hätte ich schon längst eine Ausbildung zum Mediator gemacht.
Naturwissenschaft und Geisteswissenschaften. Aber sind nicht vielleicht die Zweige der Philosophie, in denen ich mich zuhause fühle (Erkenntnistheorie), ohnehin der Naturwissenschaft nicht gerade fern stehend?
Vielleicht also: Naturwissenschaften und Sozialwissenschaften. Prinzipielle, fundamentale Ungewissheit in der Quantenmechnik versus statistische Unsicherheit chaotischer Systeme (inkl. der "Humankomponenten")
Bodenhaftung und Höhenflüge. Dass ich auch für ersteres kompetent bin, glaubt nach dem Lesen dieser Seiten wahrscheinlich niemand - aber "Bodenhaftung" durch Schreiben von Texten auf einer subversiven Seite erklären zu wollen, wäre ohnehin ein Widerspruch in sich.
Pointierter Sarkasmus und verständnisvolle Meta-Erklärungen. Ich kann zwischen beiden Modi umschalten, hoffentlich immer im richtigen Moment.
Sponteität und Leben im Augenblick mit .... was eigentlich? Kontrolle vielleicht? OK, hier ist vielleicht der Punkt, an dem ich meine Liste der scheinbaren Gegensätze noch einmal überdenke.
Und die Platitüde zum Schluss: Denken und Fühlen - heißt so viel wie gar nichts.
"Denken zerteilt" hat vor kurzem jemand mit intuitiv-spirituellen Zugang zu mir gesagt. Ich weiß auch nicht, was das heißt. Das soll wahrscheinlich auch so sein (Sarkasmus kann man sich jetzt dazu denken oder auch nicht).

