| Von: | Subversives Element |
| Gesendet: | Mittwoch, 23.Februar 2005 21:40 |
| An: | Rest der Welt |
| Betreff: | Subversiver Newsletter Nr.6 - The Art of Networking OR Networking of Art |
Don’t panic!
Deshalb werde ich Euch diesmal schonen: Keine epische Breite – keine esoterische Tiefe.
Oder doch?
Auch Subversive Elemente stehen unter Kreativitätszwang und unterliegen dem Konkurrenzdruck unter 1000en Wannabe-Querdenkern und Pseudo-Netzkünstlern. Nur die totale Vernetzung (Subversive Networking) wird uns retten.
Viel Geistreiches wurde schon geschrieben auf Websites und e-mails in der Subversiven Community. Das Element bekam jede Menge Feedback von „Ich verstehe Ihre Seiten nicht“ bis zu „Elementar Einfach“ und „Anspruchsvoll“, von „Bitterkeit“ bis zu „Subversive Lebensfreude“. Aber das passiv-reaktive Jammern, Selbst-Reflektieren und Geistreicheln hat ein Ende – Taten sind gefragt!
Deshalb erscheint ein neues Portal am Horizont: kryptisch, sinnentleert und rückbezüglich:
Aber alles der Reihe nach:
Das Element publizierte schon vor einiger Zeit Auftragskunst der Richtung „Subversive Tischkultur“. Kunst dieser Art wäre unmöglich, lieferte nicht irgendwer Impulse.
Von den unfassbar vielen Rückmeldungen auf diese existentiell-bausatzmäßige Interpretation der subtilen Normalität des Alltages stach vor allem jene ins Auge, die das skeptische Weltbild eines der vielen Alter Egos des Elementes erschütterte:
Diese Spontanformation singulärer Parallelismen kann kein Zufall sein (das wissen wir bereits aus dem letzten Newsletter).
Diesen Kunstwerken droht meist ein dunkles, unspektakuläres Ende in einem Sammelraum. Manche Sammelräume (wie dieser) haben zusätzlich auch noch die Eigenschaft, nicht nur einen virtuellen Raum zu bezeichnen, sondern auch die Seele oder den Besitzer dieses Raumes (was sich durch Kommunikation mit sammelraum@<diskret entfernt> verifizieren lässt). Auch hier werden subversive Spuren hinterlassen.
Der Sammelraum enthält sich sozusagen selbst, was uns sofort zu einem rückbezüglichen Paradoxon der sich selbst enthaltenden Mengen führt. Haltet kurz inne und überlegt, ob die Menge aller Mengen, die sich nicht selbst enthalten, sich selbst enthält.
"Rückbezüglich" ist auch ein Ausdruck höchster Wertschätzung, den eine andere Kreatur oder sich selbst enthaltender virtueller Raum verwendet: Paintblog – subversive Urkraft projiziert auf die fraktal-sprachlose Endlichkeit stummer Leinwand. Das Element schweigt (ausnahmsweise) – erschaudernd: DAS ist wirklich subversiv.
Und hier schließt sich auf wieder der Kreis zum Subversiven Römer. (Der genaue Konnex erschließt sich nur dem aufmerksamen Alles-Durchklicker)
Irgendwer versucht immer, die Rückbezüglichkeit all dieser Ideen und Konzepte und ihre wechselseitige Abhängigkeit (Interdependenz) sichtbar zu machen und postuliert, dass das in einem geheimnisvollen Dorf am Ende des Internet stattfindet.
Weitere Einsichten (auf der nächsten Metaebene) würde eine zeitgeistige Analyse bringen, Marke: Wochenendbeilage einer hyperintellektuellen Zeitung:
"Rekursivität und narzisstische Selbstbespiegelung in den virtuellen Äußerungen subversiver Künstler der Gegenwart. Von kreativen Höhenflügen und sarkastischer Verzweiflung in einer Welt parallel zu dem, was wir gemeinhin Business nennen."
…oder wie es jemand aus dieser Community einmal so trefflich formulierte: Es kann ja durchaus sein, dass es auch gescheiten Leuten einmal <Paraphrasing – hochdeutsch – im Sinne der interkulturellen Verständigung> den Vogel heraushaut </Paraphrasing>
Das war’s!
Das Element

