| Von: | Subversives Element |
| Gesendet: | 08. November 2004 21:33 |
| An: | Rest der Welt |
| Betreff: | Subversiver Newsletter Nr.3 - hoffentlich schon sehnsüchtig erwartet! |
Liebe subversive Community,
so, endlich meldet sich das Element wieder! Seit dem letzten Newsletter hat das Element sein subversives Gedankengut vor allem in einer so genannten Business-Community verbreitet. Wer den letzten Newsletter aufmerksam gelesen hat und alle Links angeklickt hat, weiß natürlich wovon ich spreche.
Aber: Vor einigen Tag erhielt ich einen wertvollen Impuls „aus dem Internet“, der speziell den an Subversivität Interessierten mitgeteilt werden muss. Heute ganz ohne Links!
Die Kurzversion (Pointe vorab, damit ihr Euch mehr auf meinen genialen Stil konzentrieren könnt): Ich bin stolzer Besitzer eines ADSL-Anschlusses und trotzdem über meine alte ISDN-Leitung online. Und warte mit Spannung auf die nächste Rechnung der Telekom.
Warum? Kosmische Koninzidenz dreier unabhängiger Faktoren, wie sie wahrscheinlich nur alle 5000 Jahre vorkommt.
1) Das Subversive Element ist ein Kontroll- und Technik-Freak: D.h. im
Abstellraum / der Toilette des Elements befindet sich der zentrale Mailserver
(keine Herstellerangabe – wäre Werbung), der die verantwortungsvolle Aufgabe
hat, die e-mails an eine Handvoll Empfänger zu verteilen (zwei reale und einige
subversive virtuelle Zweit-Existenzen).
Um nichts zu versäumen, werden die e-mails in der Freizeit vom Mailservers des
Providers (wird ebenfalls nicht genannt – ist NICHT Telekom Austria) alle 15
Minuten gedownloadet (das sagt man in „korrektem Deutsch“ jetzt wirklich so) und
dann von dem Server auf der Toilette weiter verteilt.
Da das Element in der letzten Woche auf Urlaub war – und nichts versäumen
wollte, wurde alle 15 Minuten, jeden Tag, jede Stunde gedownloadet.
2) Es gibt Personen in der – aus Diskretionsgründen – versteckten
Empfängerliste hier, die Einladungen per e-mail verschicken, die einen
Netzwerk-Traffic größer als 18.5 MB erzeugen. Danke nachmals für die Einladung
übrigens *ggg* Es ist im Moment auch sehr wichtig für mich, am Wochende Termine
zu haben, die mich vom Surfen abhalten – um meinem finanziellen Ruin
vorzubeugen.
Punkt 2 ist aber der harmloseste…
3) Der Mailserver des unbekannten Providers funktioniert nicht ganz so wie es die Empfehlungen vorschreiben: Wenn die Übertragung einer Nachricht länger als 120 Sekunden dauert, ist er der Meinung, dass jetzt nichts mehr passiert und kappt die Verbindung wieder…. (Empfohlen wäre: 30 Minuten)
… die e-mail wird niemals komplett gedownloadet.
… und die fette e-mail bleibt auf dem Server. Gelöscht würde erst nach dem
erfolgreichen Download.
… und das Spiel wiederholt sich alle 15 Minuten: 18.5 MB werden heruntergesaugt
– Timeout – Error – „Message will not be deleted from the server“
… von 31.10. vormittags bis 2.11. abends
… bis die e-mails der Telekom eintrafen: „Lieber Kunde….Transfervolumen
überschritten… 2.5 GB … tatsächlicher Status: 3.6 GB… 0,7 Cent pro zusätzlichem
MB …. Lust auf mehr? …. Erhöhen Sie doch auf 5 GB…“
Was ist daran jetzt subversiv? Ja, aber ist das nicht eine absolut subversive Variante, das Download-Volumen für 1 Monat in 2 Tagen auszukosten??? Einfach einen raubkopierten Film mit 3GB runterzuladen, wäre dagegen „plump“ und „offensichtlich“.
Jetzt fällt mir doch noch etwas Pseudo-Philosophisches ein:
In meiner Funktion als Kontroll-Freak lese ich natürlich immer das Log-File meines Webservers. Die „Best of“ Liste der Suchbegriffe, unter denen meine Seite über Google gefunden werden, wird ganz klar von dem schlichten Wort „subversiv“ angeführt – da habe ich jetzt eine gesamt-Internet-gesellschaftliche Verantwortung, der ich mir gar nicht bewusst war.
Und dann folgt gleich: „Grundbedürfnisse des Menschen“.
Liebe Grüße,
das subversive Element

